Baldur's Gate Forum

Zurück   Baldur's Gate Forum > ModWiki
Willkommen, Gast.
Anmelden

Dark Side of the Sword Coast

Dark Side of the Sword Coast

Aus ModWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Dark Side of the Sword Coast
Modgruppe BG1 Quest Mods
Sprachen Deutsch, Englisch
Autoren Erebusant
Eignung Standard


Inhaltsverzeichnis

Kurzbeschreibung

Ein großer Mod, der neue Charaktere, neue Gegenstände, 5 neue Hauptaufgaben, neue Bereiche und 9 neue NSCs zu BG1 hinzufügt.

Modkomponenten

000 [DSotSC für BGT-Weidu Mod]

100 [Dark Side Interparty Banter]


[Erweiterte NSC Soundsets]

200 1] Nur hinzufügen

210 2] BG1 Soundsets dominieren

220 3] BG2 Soundsets dominieren


400 [Alternatives Bardo Porträt]

410 [Alternatives Bub Snikt Porträt]

420 [Alternatives Conchobhair Porträt]

430 [Alternatives CuChoinneach Porträt]

440 [Alternatives Ferthgil Porträt]

450 [Alternatives Jet'laya Porträt]

460 [Alternatives Keiria Porträt]

470 [Alternatives Skeezer Porträt]

480 [Alternatives Thorfinn Porträt]


DSotSC führt die folgenden NSCs in BG1 ein:

Bardo, Bub Snikt, Conchobhair, CuChoinneach, Ferthgil, Jet'Laya, Keiria, Skeezer, Thorfinn

Hinweise

  • Je nachdem wieviele große BG1 Mods Ihr installieren wollt, solltet Ihr Euch überlegen, auch den BP Balancer zu verwenden.
  • Installiert Ihr auch Ascalons Breagar, so habt Ihr in DSotSC die Chance das riesige Verlies zum Schluss abzukürzen. Mehr zu diesem Verlies, erfahrt Ihr bei den Rezensionen.
  • DSotSC wird von Darth Shan Korrektur gelesen. Zudem passt er die Texte auch besser an, um den Inhalt verständlicher zu gestalten.

Rezension

Rezension von Ascalon

INHALT:

Mehrere Quests, die von einem losen roten Faden zusammengehalten werden und die Baldur's Gate I um einiges bereichert. Die Quests reihen sich nahezu nahtlos aneinander und decken so ziemlich das gesamte Spektrum ab: Retten, Artefakte finden, fiese Monster töten. Untote, Drachen, Drow... DSotSC hat alles. Und dazu noch ein Haufen NSCs.


ERFAHRUNGSBERICHT:

DSotSC ist ein Mod, den ich immer wieder gerne spiele. Er bietet, wie gesagt, Abwechslung und die Möglichkeit, seinen Charakteren gute Ausrüstung und XP zuzuschustern. Dabei jedoch alles in gesundem Maße, keine übertrieben guten Gegenstände oder extremen Punkteorgien. Die Story verläuft äußerst gradlinig und es fällt schwer, einen Teil davon zu verpassen oder einmal nicht zu wissen, wo man hin muss. Das ist zu 90% des Mods eine gute angelegenheit, allerdings kommt hier und da doch das Gefühl auf, dass man ein wenig durch die Gegend geschubst wird.


Tja, wie das allerdings immer so ist: Die negative Seite wird um einiges länger ausfallen. Das beginnt mit den überflüssigen NSCs. Der Paladin Conchobhair Strongblade zum Beispiel, den man in Nashkell vor der zweiten Quest aufgreifen kann, ist in etwa so nützlich wie ein Kropf, wenn man eine bereits gut ausbalancierte Gruppe hat. Er hat nichts zur Quest selbst beizutragen (diese hat man bereits erhalten) und könnte höchstens einen Kämpfer ersetzen. Das mag als einzelner Mod recht interessant sein, wenn man aber das BG1-NPC-Project installiert hat, ist Ajantis eindeutig die interessantere Wahl. Ähnlich überflüssig ist Bardo Furfoot, der Halbingdieb. auf dem Jahrmarkt hängen noch zwei weitere NSCs rum, die ich nur ein einziges Mal in der Gruppe hatte, und das nur, um zu gucken, was sie denn so können: Keira Silberseite und Skeezer Lumpkin the VI. Wenn man den Jahrmarkt vor den Minen Nashkells besucht, sind sie eindeutig overpowered und später ebenso uninteressant wie die bereits erwähnten. Irgendwo rennt wohl noch ein Thorfinn Hauskluniff herum, den ich aber gar nicht erst gefunden habe.


Zwei NSCs, die die Geschichte bereichern, sind Jet'laya und CúChoinneach. Jet'laya bringt den Stein ins Rollen, und so lange "ihre" Quest gespielt wird, ist es auch gut und richtig, sie bei sich zu haben, jedenfalls fühlt es sich so an. Allerdings hat sie ihren niedrigen Charismawert (9) nicht umsonst, denn wenigstens die deutsche Stimme klingt nach zänkischem Waschweib, mehr jedenfalls als nach einer Lathander-Klerikerin.


Und damit wären wir bei dem ersten größeren Ärgernis des Mods: CúChoinneach. Das ist genau die Art von Charakter, die ich nicht leiden kann, und das sage ich hier und jetzt SCHWERST subjektiv. Man hat CúChoinneach höchstens eine Quest lang in der Gruppe, bevor er sich von selbst verabschiedet. Allerdings versuchte der Modautor, um den Charakter einen Mythos zu weben, als sei er mindestens ein zweiter Drizzt. Das ist ein ganz großes Pfuibah, wenn man Nebencharaktere erschafft. Denn erstens wirkt es einfach konstruiert und zweitens verliert man den Fokus aus dem Auge: Und das ist die Geschichte des Bhaalskindes. Der Hauptcharakter hat der Held der Geschichte zu sein und wenn es schon jemand anderes ist, dann sollte dieser auch lange genug bei der Gruppe bleiben, um eigene Präsenz zu entwickeln. So muss man erst mühevoll später ein Buch lesen, um CúChoinneach zu begreifen.


Die beiden anderen großen Ärgernisse sind Ken der Bäcker (ein "Cameo") im windigen Schwindler und das finale Dungeon. Ken hat nix zum Spiel beizutragen, redet aber ständig und oft und immer dazwischen, so dass man auf dem Weg vom Wirtshauseinang bis zum Wirt selbst drei Dialoge wegklicken muss. Und das nervt. Richtig ärgerlich wird es allerdings im finalen Dungeon, denn hier werden (jedenfalls gefühlt) ALLE unterirdischen Karten des ersten Teils noch einmal abgegrast. Und wenn man einige der Levels bereits zweimal durchlaufen hat (durch Secret of Bonehill z.B.) dann ist das einfach nicht mehr schön. Und um reines Levelgrinding zu betreiben und jeden Fitzel aufzudecken, dazu war mir meine Zeit zu schade. Dazwischen gibt es einen saumäßig unfairen Kampf gegen eine ganze Wagenladung Duegar, die man nur dann kleinkriegt, wenn man auch wirklich JEDES Kaninchen aus dem Hut zaubert, das man kriegen kann (großflächiges Bombardement mit Detonationspfeilen z.b.) Aber das ist eine gelungene Abwechslung. Sackschwer zwar, aber spaßig und schaffbar. Nur dass es danach eben wieder durch ewiglange Tunnel geht, die man alle schon kennt. der Endkampf ist dann noch einmal eine heftige Angelegenheit, der garantiert einige Anläufe fordert, aber wenigstens nicht frustriert (nicht allzu sehr).


FAZIT

DSotSC bietet viel und funktioniert tadellos. Über Bugs kann ich mich nicht bekagen und die neuen Zauber und Items sind auch eine gelungene Bereicherung. Kurzweil ist geboten und die Quests sind gut durchdacht. Wenn der Autor bedacht hätte, das weniger oft mehr ist (kürzeres Dungeon, weniger Pathos), dann könnte DSotSC perfekt sein. Von mir gibts trotz der Mängel eine satte Empfehlung. Die meisten der "schlechteren" Elemente kann man ja ignorieren.

8/10 Punkte.


Rezension von Darth Shan (v.2.05)

DSotSC ist ein Klassiker und gehört zur Mega-Modifikation seit langem standardmäßig dazu. Die Mod besteht aus fünf größeren Questen, die nur lose miteinander verbunden sind, obwohl die Inhalte und auch das Intro zu Beginn der ersten Quest etwas anderes vermuten lassen: Es geht um etwas unsagbar Böses, auf das der Spieler hingeführt werden soll, eben um die "Dunkle Seite" der Schwertküste. Man denkt natürlich sofort an Darth Vader und den Krieg der Sterne.


Wer die Readme-Datei nicht liest, kommt jedoch leicht um das Vergnügen herum: Die Quest wird zwar durch die Hauptgeschichte getriggert, dann nämlich, wenn man die Mantelwald-Ruinen geflutet hat, die Questgeberin taucht dann jedoch sang- und klanglos vor dem Freundlichen Arm auf. Da man nach dem Mantelwald aber nach Baldurs Tor aufbricht, hat man am Freundlichen Arm eigentlich nichts mehr verloren (ausser man spielt die hervorragende Grey Clan Mod). Nun gut, drei neue Waldgebiete später hat man die ersten beiden Quests gelöst, nach vielen Neuladeversuchen. Denn die ersten beiden Quests sind arg verbuggt. Die beiden Hauptgegner verschwinden nämlich mitten im Kampf und die Quests gehen nicht weiter. Dies heisst vor allem, das ALLE Quests nicht weiter gehen, wenn dies passiert.


Der Rest verläuft erstaunlich flüssig, mit einer Ausnahme: Nachdem man einen Drachen erlegt hat, geht es nach Nashkell zurück. Die nächste Questgeberin, ein kleines Mädchen, taucht aber nicht am Karten-Eintrittspunkt auf. Wer hier nicht durch Zufall die richtige Position passiert, ist mit der Dunklen Seite auch schon wieder am Ende. Der letzte große Block erlaubt sich die Freiheit, den Spieler durch 18 Dungeons und Höhlen (in Worten: achtzehn!) zu peitschen. Dies ist arg lang, aber trotzdem recht unterhaltsam (Wiederspielwert: Null).


Zur Story: Die Geschichte, die die Quests erzählen, ist das Hauptproblem der Mod. Alle Leute stürzen auf die Gruppe (und dem Spieler am Bildschirm) ein, das Böse entfessele sich an der Schwertküste. Man muss gar eine neue Heldenwaffe schmieden und diese segnen (!) lassen. Und selbst Elminster kommt auf einen Kaffee vorbei, um die Gruppe vor dem Unsagbaren zu warnen. Im Prinzip haben die Questgeber schon stellvertretend das Testament für den Hauptcharakter gemacht. Und was kommt dann am Ende: Vampire haben ein Kind entführt - zugegeben, den Spross des Bürgermeisters von Nashkell, wird dadurch aber die Politik an der Schwertküste ins Chaos gestürzt? Dann gibt es noch die Zwerge und die Drow, die eine unterirdische Geheimbasis haben, jedoch nur auf Profit aus sind. Das Böse an sich sieht für mich anders aus. Hier wird eine Pathosblase aufgeblasen, aus der am Ende die Luft mit einem höchst anstössigen Geräusch schlagartig entweicht.


Die guten Punkte: Die NPCs sind recht gut ausgearbeitet und bieten auch taktisch teilweise Alternativen zu den Bioware NPCs - Jet'Laya kann Viconia ersetzen, auch einige andere kann man streckenweise einmal mitnehmen. Die Mod fügt zudem haufenweise Gegenstände ein, an denen es an der Schwertküste fehlt: Kriegshämmer, Streitkolben, Hellebarden, Armbrüste und hilfreicher Tand. Hier und da auch mal ein paar gute neue Schwerter. Dies ist ein Problem des ersten Baldur's Gate - die Auswahl der Gegenstände ist zu stark begrenzt. Im zweiten Teil ist dies besser gelöst, wenn auch nicht mustergültig. Die neueste Version von DSotSC wartet zudem mit deutlich vebesserten Portraits und einigen nützlichen neuen Tweaks (z.B. die Soundsets betreffend) auf. Noch eines: Baldur's Gate ist ein Dungeon and Dragons-Spiel. Endlich haben wir neben den vielen Verliesen auch einen Drachen in BG1 zu bekämpfen! Hierfür herzlichen Dank an den Modautor.


Die dunkle Seite: Misslungen ist hingegen die Balance der Mod. Der schwerste Kampf der ersten vier der fünf Quests findet auf der zweiten Karte an einer nebensächlichen Stelle statt - ein halbes Dutzend Skelettlords ist direkt nach der Mantelwald-Mine nicht zu schaffen. Hier muss man sich einfach zurückziehen. Der Lich hingegen fällt moderat,die Banshee und vor allem der Drache etwas zu leicht aus (abgesehen von den Bugs). Die Kämpfe in den endlosen Dungeons am Ende sind teils zu knackig - andererseits wird die Gruppe aber mit Gegenständen überhäuft, die diese Kämpfe schaffbar machen, dafür jedoch den Rest des Spiels ausser Balance bringen. Die Gegenstände selbst fallen im grossen und ganzen erfreulich aus - sie sind hilfreich, aber nicht masslos "overpowered". Ausnahme: Die Druidengegenstände für Jaheira sind über alle Massen zu viel des Guten. Toll hingegen: Die Paladinausrüstung. Im Gegensatz zu BG2 ist der Paladin in BG1 zu schwach. Das Problem gehört mit DSotSC der Vergangenheit an.


Daneben gibt es noch kleinere Probleme, die die Atmosphäre der "Dunklen Seite" trüben. Jet'Layas Dialoge sind mässig gut geschrieben. Nach der dritten Quest hat sie überhaupt nichts mehr zu sagen - ein Unding! Sie spricht noch nicht einmal einen Satz mit ihrem Onkel Lennan in Beregost. Zehn Dungeons weniger und zehn Dialoge mehr hätten hier ein Wunder gewirkt - das ist keine Untertreibung. Gleiches gilt für die Vampirquest - der ganze Plot wird verschenkt, weil nichts geredet wird ausser üblichen Schurkenklischees. Dies hätte eine der besten Quests des Spiels sein können. Dann das Recycling von Karten - ich habe kein Problem damit, bekannte Karten innerhalb des Megamods vier- oder auch fünfmal oder noch häufiger zu spielen (Oblivion macht das auch im Hauptprogramm nicht besser). Dass aber DSotSC den kompletten Turm Durlags (Obergeschosse) mit den Katakomben aus Candlekeep (Keller) verbindet, ist abstrus. Auf dem Dach des Turms finden wir ... schon wieder Basilisken - anscheinend die Kellerasseln der Turmdächer. Die Fallen? Alle an der gleichen Stelle wie in Durlags Datscha und Kerzenburgs Weinkeller. Au weh, so geht das nicht.


Sound: Ein letzter wichtiger Punkt. Die deutschen Stimmen sind grottig, die englischen Sounddateien von einer technischen Qualität, die einem gruseln lässt. Ist dies vielleicht die "dunkle Seite", das "unsagbare Böse"? Nicht-Profis können keine Profis ersetzen, das ist klar. Aber warum unterlegt man das Intro nicht mit einer spannenden oder emotionalen Musik? Warum muss Jet'Laya so viele Standardsprüche abnudeln? Sie sagt bei jedem, wirklich jedem Treffer, den sie einsteckt - "Warum geht ihr nicht mit dem Strassenköter spielen?" Oh nein.


Fazit: Diese Mod hat ambitionierte Ansätze, deren Anspruch sie letztlich nicht einlösen kann. Weniger von allem mit etwas mehr Liebe zu Detail - wie bei den meisten Gegenständen - würden die Quests auf ein nachgerade professionelles Niveau heben. Insgesamt machen die Kämpfe und auch die Questen Spass, zudem werden einige wirklich nette Begegnungen eingebaut sowie einige NPCs, die zwar den Standardcharakteren nicht das Wasser reichen können, aber Abwechslung bieten, wnen man BG1 schon häufig gespielt hat. Mit den Bugs sowie der im Ansatz verreckenden Story reicht es jedoch nur für

6/10 (meinetwegen 7/10, wenn die Bugs raus sind).

Rezension von Autar

DSotSC ist ein Mod grösseren Umfangs welcher sich auf BG1 (oder den BG1-Teil des Megamods) auswirkt. Er wurde konzipiert als ein zweiter - inoffizieller - BG1 Add-In neben TotSC. Wie das offizielle Add-In fügt auch DSotSC neue Quests und "neue" Gebiete ins Spiel, darüber hinaus sogar neun (!) Spielbare Charaktere. Die Gruppe um das Baahlkind wird in dem Mod durch eine Reihe von Subquests geführt, bei denen es darum geht Bewohnern der Schwertküste dabei zu helfen ihre Probleme zu lösen. Sowohl die Geschichten wie auch die Begegnungen sind entsprechend des Konzepts der "dunklen Seite der Schwertküste" entwicklet.

Wenn man den Mod derart testen würde, wie ein Automagazin ein Auto testet, würde er allerhöchstens eine durschnittliche Bewertung kriegen:

  • Die Handlung erfolg absolut linear, der Spieler hat keine Wahl in welcher Reinfolge er die Aufgaben erfüllen kann, Nebenquests sucht man vergeblich.
  • Die "neuen" Gebiete sind einfache Duplikate von BG1 Gebieten. Modifizierte Gebiete, solche aus anderen Spielen, oder ganz Neue wie man sie aus anderen Mods kennt finden sich nicht.
  • Der Mod fügt eine sehr grosse Anzahl an neuen Zaubern und Items ins Spiel, diese fallen mitunter unbalanciert aus weil sie zu stark sind.
  • Die Gegner sind teilweise sehr fordernd, vor allem wenn man die Quests nicht - wie von den Moddern vorgesehen - mit einer Level 9+ Gruppe spielt.
  • Die NSC haben teilweise übertriebene Werte, tragen nur in wenigen Fällen zur Story bei und haben kaum Banter und erst recht keine Romanzen.

Zahlreiche Beispiele für diese negativen Aspekte finden sich in den anderen Rezensionen zu diesem Mod, welche ich interessierten Lesern wärmstens empfehle. Dort könnt ihr zum Beispiel lesen, dass CúChoinneach ein völlig uberzogener NSC ist der den eigentlichen Helden in den Hintergrund stellt. Hätten die Verfasser der anderen Rezensionen gewusst, dass die Figur CúChoinneach ein Cameo-Auftritt des Hauptmodders von DSotSC ist, hätten sie sich bestimmt auch darüber ausgelassen;)


Eine solche Beschreibung des Mods ist sicherlich legitim, wird aber (imho) des Mods nicht gerecht. Genauso wie DSotSC in diesem Test würde ein 300 SL im oben genannten Automobiltest durchfallen. Der Masstab um den Sportwagen zu bewerten muss ein anderer sein als bei einem Aktuellen Modell, die Bewertungskriterien müssen erweitert werden. Und genauso wie der Mercedes kann man DSotSC als einen "Oldtimer" sehen. Sogar noch mehr als es bei dem Auto ist, denn DSotSC ist der Urvater aller BG-Mods. Er wurde veröffentlich bevor BG2 erschienen ist!


Das BG-Modding ist um das DSotSC-Projekt entstanden, die Modding-Tools die bis heutet verwendet werden sind parallel zu dem Mod entwickelt worden. Wenn man den Mod aus dieser Perspektive betrachtet, muss man einige der vorher gefassten Schlussfolgerungen korrigieren:

Die duplizierten Gebiete sind eine Notwendigkeit der Zeit gewesen aus der DSotSC stammt. Abgesehen davon, dass einfach das Wissen über das Erstellen von Karten fehlte durfte der Mod eine gewisse Programmgrösse nicht überschreiten. Im Jahr 99 haben wir noch in MB gedacht sowohl was die Webspace Kapazitäten anging wie auch bei der Downloadzeit.

Ein Mod der älter als BG2 ist kann garkeine BG2-Typischen NSCs und NCS-Interaktionen haben. Zu der damaligen Zeit war es nur möglich einen einzigen Mod zu installieren, deshalb wurden in DSotSC so viele Items, Zauber und NSCs eingebaut. Einerseits, weil dies die am einfachsten zu erstellenden Sachen waren anderseits weil der Mod das vereinen musste, was wir für BG2 als Questmods, Underrepresented Items, Itemmods, Taktikmods, NPCmods, usw kennen. Da nur ein Mod möglich war wurde alles reingepackt, wem die Items zu stark waren konnte sie einfach nicht verwenden, wem die Gegner zu stark, der konnte die Spielschwierigkeit senken, usw. Der Mod ist ein Kompromiss entstanden unter den Bedingungen seiner Entstehungszeit;)

Nach all diesen Erwägungen ist es schwierig eine Empfehlung abzugeben... Alte Hasen werden ihn alleine der Nostalgie halber (zumindest ab und an) in ihren Installationen berücksichtigen. "Jüngeren" Spielern sei dennoch angeraten wenigstens ein mal diesen Mod zu testen (und sich dabei ein eigenes Bild zu machen), denn wirklich schlecht ist er auch aus heutiger Perspektive nicht.

Punkte: 10/10

(Mit einem Augenzwinkern wegen meiner Subjektivität und einer Widmung an Ken und die anderen TeamBG-Leute die das BG-Modding überhaupt ermöglicht haben.)


Rezension von Buschwalker

Dark Side Of The Sword Coast..


...ist standartmässig in der empfohlenen Installation des BWP vorhanden. Das Mod startet richtig klasse mit einer Art "Zwischenintro" und lässt ein storytechnisches (kleines) Meisterwerk erwarten. Auch die anderen Rezis legen nahe, dass es sich bei DSotSC um eine tolle Mod handelt. Doch kann es auch halten was versprochen? Diese Frage soll hier aus meiner (sehr subjektiven) Sicht beantwortet werden:


-Der Questverlauf startet mit der Aufnahme von Jet' beim freundlichen Arm. Leider muss sie in die Gruppe aufgenommen werden auch wenn sie wohl nicht in jede Abenteurer-Runde passt. Auf gehts ihre Schwester retten. Dazu metzelt man sich sturr quer durch die Pampa, um schlußendlich einen Kampf gegen eine Banshee zu bestreiten. Auf dem Rückweg wird noch der "Finstere" (wohl der kleine Bruder von Dunkel *g) platt gemacht. Im weiteren Verlauf stößt jeddoch die weitere Umsetzung teilweiße sauer auf. Die Quests werden über NPC gestartet, die einen unvermittelt ansprechen (die gibts ne ganze Reihe von) und so den Strang weiterführen, naja. Natürlich fehlt auch nicht das zu rettende Kind.


-NPCs sind aus Enginesicht recht schlagkräftig, bringen nützliche Items für die jeweilige Aufgabe mit und fügen sich innerhalb der Quests gut in die Gruppe ein. Leider haben sie ausserhalb DSotSC nichts zu sagen und sind daher (weil ich eine Vorliebe für Banter habe) nicht zu gebrauchen.


-Die Dungeons und Maps sind für mich das Mieseste in der kompletten Umsetzung. Hier wurden lediglich Maps per copy&paste mehrfach, sinnfrei aneinandergereiht und masenhaft Gegner eingefügt zum Schnetzeln. Dabei droppen tonnenweiße Items (nur kaum Nützliches) Dem Hack&Slayer mag das gefallen, mir nicht. Hier fehlt eindeutig Content im Sinne von Geschichte/Story. Und dies ist auch sogleich der Hauptkritikpunkt (und für mich der Entscheidenede). Wo sind die Geplänkel vor Bossfights, der Spannungsbogen, die Charaktereigenschaften der Bösewichte, die genaueren Hintergründe, uvm.??? Deshalb kann die Mod in Betug auf Story (trotz super Ansätze) nicht halten was sie anfangs verspricht.


Balancing der Gegner ist meines Empfindes nach auch stellenweiße nicht optimal gelöst. Insgesamt waren die Gegner schon recht happig, obwohl gegen Ende von BG1 gespielt. Allerdings vorwiegend die Zufallsbegegnungen, weniger die Bossfights (was zu erwarten gewesen wäre). Insbesondere die Standart-Ork-Magier haben meiner Gruppe ordentlich zugesetzt. Positiv in diesesm Zusammenhang zu nennen: Keine übermächtigen Items im Drop.


Weiterhin positiv zu nennen:

  • Bugfrei
  • Zusätzliche Maps
  • Aufwändige Umsetzung


Fazit:

Aus Rollenspieler-Sicht: 5 von 10

Aus Hack&Slayer-Sicht: 9,5 von 10


Kurzrezension von Morgodur

DSotSC: Pro:

  • Teilweise sehr nette Quests und allgemeine Erweiterung durch zusätzliche Gegner

Contra:

  • NPCs sind Schrott
  • Letzter Dungeon sehr lang und monoton, weshalb ich mit Breagar gecheatet habe.
  • Items und Zauber übertrieben
  • Zu viel XP
  • Kartenrecycling


Ich vergebe 6/10 Punkten. Würde man die Installation auf mehrere Komponenten aufteilen, wäre mehr drin. Die Quests gefallen mir wirklich aber die vielen Zauber/Items und XP stören stark.


Rezension von Mindriel

Nach der Überflutung der Mantelwaldmine kann man in die dunkle Seite der Schwertküste starten. Es gibt laut offizieller Featurebeschreibung:

1) 5 Hauptquests

2) über 30 neue Gebiete

3) 100 neue Zauber

4) über 70 neue Kreaturen

5) 80 neue Gegenstände

6) 9 neue NPCs

7) Verbesserte Original BG Quests und Begegnungen


1) Später ausführlich.


2) Wenn das Wort "neu" da nicht stehen würde hätte ich keine Einwände.. Erstens sind die Karten ich glaube alle nicht neu, höchstens aus IWD ausgeliehen, der großteil aber einfach BG Karten wiederverwendet. Zweitens kommt dann auch noch dazu, dass wiederum der Großteil der Karten einfach als Füllsel gebraucht wird, wo nichts (!) zu finden ist außer für die Karte normale Gegner. Ich glaube in BG1 gibt es keine einzige KArte, wo nicht wenigstens irgendeine kleine Begegnung stattfindet. Drei Koboldmusikanten, kleine Mädchen, Adlige die vor Bären weglaufen, etc etc. Gibts bei DSotSC alles nicht.


3) Nett, nicht zu mächtig, aber insgesamt auch etwas unnötig. Warum man bei einem BG1 Mod auch einen Haufen Level 6-9 Zauber hinzufügt erschließt sich mir nicht ganz, ich war aber noch nie der große Spruchrollenzauberer, hab die Zauber immer lieber ins Zauberbuch übertragen. Schön: Heilzauber für Magier. Ein Selbstheilzauber auf Stufe 4, ein Komplettheilzauber auf Stufe 8. Störend: Priester und Druiden NSCs erhalten die zusätzlichen Sprüche auch der kleinen Stufen erst nach einem Levelaufstieg, hat mich zwischendurch etwas verwundert.


4) Ich weiß leider nicht ganz sicher, ob noch andere Mods hier Änderungen vorgenommen haben. Das einzige was mir richtig positiv aufgefallen ist, sind die neuen Schatten und Todesalbe Außerdem finden viele BG2 Kreaturen ihren Auftritt in BG1, Drow und Duergar fallen mir gerade spontan in größeren Mengen ein. Insgesamt auf jeden Fall nichts dabei, was mich gestört hat an neuen Kreaturen.


5) So. Hier wirds übel. Ich habe vom BP Balancer eine Komponente installiert, die aus DSotSC zufällig einige der mächtigen Items entfernt. Was ich dennoch gefunden habe, spricht Bände. Als Beispiel mag ein Ring genügen, AC -4, Feuerimmunität, Immunität gegen normale Waffen. Sehr schön wenn auch wiederum viel zu mächtig einige Magieritems, Handschuhe, Kopfbedeckung, Roben. Gut, der Mod hat es bei einige Gegner durchaus in sich und man kann das Zeug gut brauchen - in BG1 (oder BG2) passen die Sachen aber trotzdem nicht. Es sind nicht alle Gegenstände so schlimm, aber doch viel zu viele.


6) NSCs sind ja eine schöne Sache. Bei Jet'Laya fand ich es auch stimmig und richtig, sie in die Party aufzunehmen um ihren Auftrag durchzugehen. Dass man das wohl tun muss ist weniger schön. Die Charaktere sind auch alle ausgearbeitet, nur leider interagieren sie mit dem Rest des Spiels wohl gar nicht, da kommt einfach nicht das Gefühl des jeweiligen Charakters beim spielen auf. Ich hatte dann allerdings auch nur zwei der NSCs länger als 5 Minuten dabei. insgesamt ganz nett, aber nicht auf heutigem Soll-Stand für NSCs. (Banter, Romanzen)


7) Dazu kann ich leider nichts sagen, weil ich keine Ahnung habe, welche Änderungen außerhalb der großen Quests auf DSotSC zurückgehen.


1) So, und jetzt nochmal zurück zum Hauptteil den Quests. Viel Gutes kann ich da leider nicht sagen, insbesondere aus Rollenspielerischer Sicht. Eine Schwester finden, einen Drachen töten, ein Baby retten - man wird meist aus banalem Grund irgendwohin geschickt zum Karten abklappern, und der eigentliche Auftrag tritt dabei schnell mal in den Hintergrund. Die Bösewichter haben teilweise noch weniger Charakter als die NSCs. Außerdem wird man arg durch die Story geschleift, kaum hat man einen Auftrag erledigt, kommt aus der nächsten Ecke irgendjemand angelaufen, um etwas schreckliches zu verkünden/einen zum nächsten Auftraggeber zu schicken. Verpasst man hier eine Stelle, wars das. Walkthrough wärmstens empfohlen, ohne hätte ich einiges verpasst.

Eine Kleinigkeit noch zu einem "Zwischendurchauftrag". der darin besteht, eine Waffe schmieden zu lassen, und danach verbessern zu lassen.


Fazit: Rollenspielerisch grenzwertig, wenige Dialogoptionen, wenig Anbindung an die restliche Welt (außer Platzierung der Personen und Höhleneingänge innerhalb der Schwertküste). Die vorhandenen Dialoge fand ich meist extrem Klischeehaft, und man wird von auftauchenden Boten, Kindern und Miniquestleuten (verlorene Halskette, Einkaufsliste) arg durchgeschleift.

Ansonsten bis auf den doch sehr langen Schlussdungeon eine gelungene Erweiterung, auch durch viele neue Zauber, Kreaturen, NSCs und Gegenstände. Dabei gibts ordentlich Verbesserungspotential, aber schlecht ist es nicht, und auch ein wichtiger Punkt, schwere Bugs oder Fehler traten auch nicht auf.

In Zahlen vergebe ich 7/10

Verwandte Links