Tales of Anegh

Aus ModWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tales of Anegh
Modgruppe BG2 Quest Mods
Sprachen Deutsch, Englisch
Autoren Naurandir
Eignung Standard


Inhaltsverzeichnis

Kurzbeschreibung

In dieser Geschichte geht es um eine Verbindung zwischen Icewind Dale und Baldurs Gate 2. In Athkatla begegnet Euch der Zauberer Nomoran (in TdB dann in Saradush, falls der Mod in SvA nicht gespielt wurde) und bittet Euch um Hilfe im Kampf gegen eine Horde Monster. Durch seine Magie gelangt Ihr direkt in die Berge nahe dem Dorf "Anegh". Je nachdem, ob Ihr den Mod in SvA oder in TdB spielt, hat er zwei unterschiedliche Enden.

Modkomponenten

01 [Tales of Anegh (WeiDU)]

Diese Komponente installiert den Questmod.


02 [Entferne Sounds]

Entfernt die Deutsche Sprachausgabe des Mods, da sie nicht jedermans Geschmack ist.


[Entferne Nomoran aus folgendem Gebiet]

03 1] Waukeens Promenade (Kapitel 6)

04 2] Amkethran (ToB)

Mit dieser Komponente könnt Ihr entscheiden, ob Ihr den Mod nur in TdB oder nur in SvA spielen wollt.


05 [Erweitere Quickinfo Schriftrolle (von Taimon)]

Diese Komponente ist auch in Throne of Bhaal Hacks enthalten.


10 [Creature Balancing]

20 [AREA Balancing]

30 [Dialog & Script Balancing]

40 [Stores Balancing]

50 [Item Balancing]

Alle Balancing-Komponenten passen den Mod besser für einen Megamod an, da dieser Mod eigentlich nur als Stand-Alone-Mod gedacht war.

Hinweise

Keine

Rezension

REZENSION VON ASCALON

Die keine Stadt Anegh wird belagert. Und zwar von einer Armee aus dem Norden, die sich in den Kopf gesetzt hat, in Amn ein bisschen aufzuräumen. Und wer findet sich gerade zufällig des Weges, um dafür zu sorgen, dass dem ganzen ein Riegel vorgeschoben wird? Richtig! Oder... war es am Ende gar nicht so zufällig?

Tja Freunde, ich habe das Gefühl, das hier könnte etwas länger dauern. Wenn eine Modifikation einen kalt lässt, dann reicht es "Ganz nett, aber langweilig, braucht kein Schwein" zu tippen und fertig. Hier liegen die Dinge jedoch vollkommen anders: Tales of Anegh, soviel sei vorweg gesagt, ist eine der besten, wenn nicht vielleicht sogar DIE beste der größeren Storymodifikationen und braucht sich nicht hinter den Big Old Ones wie "The Darkest Day" oder "Dark Side Of The Sword Coast" verbergen. Im Gegentum.

Auch wenn der Umfang von TDD nicht erreicht wird, so bringt ToA doch für gute 2+ Stunden jede Menge Spannung ins Spiel. Die Handlung streitet konsequent und zügig voran, es gibt keine "Ey, wie jetzt"-Momente und man hat als Spieler immer ein klares Ziel vor Augen. Die Handlung verdichtet sich nach und nach, die Antagonisten sind interessant und kreativ umgesetzt und was man am Wege so an Items und anderen Spielereien findet, macht Spaß und Laune und bereichert das Spiel außerordentlich.

Das, was die Mod vielleicht am interessantesten macht, sind die neuen Gebiete. Ja Heidewitzka, da wird einem richtig was geboten. Kaum Recycling, sondern alle (und wenn nicht alle, dann fast alle) Hauptgebiete wurden vollkommen neu erstellt und mit einem Gespür für die wichtigen Dinge umgesetzt. gut, hier und da wurde auf bereits existierendes Material zurückgegriffen, aber das soll nicht weiter stören. Es ist immerhin etwas ganz anderes, als ein Haus wieder zu erkennen als zum 3. Mal durch Beregost zu latschen, auch wenns jetzt anders heißt. Allein für die neuen Gebiete hat ToA einen dicken Eisbecher verdient.

Neben der optischen Gestaltung fällt natürlich die akkustische ins Auge (bzw. in diesem Fall ins Ohr) und die ist streckenweise... gewöhnungsbedürftig. Die Hauptfiguren haben nämlich einen starken österreichischen Akzent, auch wenn sie sich noch so viel Mühe geben, Hochdeutsch zu reden. Es gibt einfach Dinge, die bekommt man nicht aus der Sprache heraus. Dazu wirken viele Texte einfach sehr abgelesen, aber daraus will ich niemandem einen Strick drehen - ich weiß ja selbst, wie schwierig so etwas ist.

Zweieinhalb Dinge sind es, die mich bei ToA ein wenig stören: Zum einen der etwas gewöhnungsbedürftige Humor, so stellt sich der Bergführer mit "Ja Hallo, ich bin da Anton aus Tir... Anegh, ja genau Anegh" vor. Außerdem wird der Gag aus Thron des Bhaal, in dem die Grupe um Bondari ein altes Savegame läd, auf die Spitze getrieben (Cameos des Programmierers gab es auch schonmal dezenter). Diese "lustigen" Einwürfe werden gottseidank im Laufe des Spiels weniger. Das nächste, was ein bisschen nagt, ist, dass offenbar alles, was man finden muss in zwei, drei oder mehr Teilen besteht. Man wird quasi im Sekundentakt losgeschickt, um irgenwas zu finden und alle ist irgendwie verteilt. Das gilt für die Questitems genauso wie für die Nebenquestgeschichten und auch zum Teil für den Kram, den man zum Eigenbedarf findet. Und das letzte, das einem die Fragezeichen ins Gesicht presst, sind Vor- und abspann. Über die Qualität will ich jetzt gar nicht reden, da daran evtl. noch etwas getan wird, stilisch passen sie nicht UNBEDINGT hinein, sowohl was musikalische Untermalung als auch grafische Präsentation anbelangt. eine reine Texttafel wie zu Beginn der jeweiligen Kapitel wäre allerdings etwas angenehmer gewesen, als im Abspann gefühlte 28 Mal den Namen des Autoren zu lesen.

Letztendlich kann man allerdings alle Kritikpunkte wenigstens damit erklären, dass ToA in erster Linie als persönliche Modifkation ohne Auge auf eine "globale" Vermarktung programmiert wurde - und als solche funktioniert sie wohl blendend. Wenn das ganze etwas "entpersonalisiert" würde, man ein paar der Dialoge etwas stromlinienförmiger gestaltet und ein paar nebensächliche Macken, Bugs und Rechtschreibfehler noch ausmerzt, dann würde ich glatt überlegen, hier die Höchstnote zu zücken. So bleibt es aber bei einer sehr guten 9/10 und einer unbedingten Installationsempfehlung.

REZENSION VON MINDRIEL

Was bietet Tales of Anegh (v2.2):

  • Eine große neue Quest, die mit der Belagerung der Stadt Anegh beginnt.
  • Diverse Nebenquests
  • Neue Items
  • Neue Karten


Bewertung:

  • Hauptquest: Die Hauptquest beginnt trivial, die Stadt Anegh wird belagert, man soll helfen. Hinter dem Ganzen steckt allerdings weit mehr als das, die Geschichte erreicht göttliche Höhen. Im Großen und Ganzen schön aufgebaut, hier punktet der Mod Einziges Manko: Wenn man den Mod bereits in SvA beginnt, wird man von den plötzlichen göttlichen Höhen doch etwas überrollt.
  • Nebenquests: Durchwachsen. Meistens gute oder einfach "normale" Ideen passend eingesetzt, auch in für mich passender Menge. Auf der Suche nach ein paar Amuletten wundert man sich allerdings doch mehrfach - wo die dann zu finden sind, und erstmal weil man welche findet bevor die Aufgabe bekommt. Auch bei anderen Itemsammelquests kann Staunen aufkommen über die Art der Erlangung.
  • Items: In der von mir gespielten Version habe ich durchweg gelungene Gegenstände gefunden. Vereinzelt sehr gute, aber nicht zu mächtige Sachen, und den Beutekleinkram in normaler Menge.
  • Neue Karten: Wieder ein großer Pluspunkt! Hier wurden tatsächlich neue Karten gebastelt, auch wenn hier und da Teile wiederzuerkennen sind, und alle Zelte von innen gleich aussehen.


Sonstiges:

  • Skripting: So weit ich gesehen habe wurde hier sauber gearbeitet, sehr oft mit Cutscenes, die auch mal die ganze Gruppe versetzen, aber insgesamt solide, und im Wesentlichen Bugfrei.
  • Kämpfe: Auch hier kann der Mod punkten! Man kann sich durch nicht zu zahlreiche Standardgegner recht gemütlich durchprügeln, bekommt ein paar Anführer zur Probe, und dann gegen Ende ein paar richtig schön (!) knackige Gegner, nichts unmögliches - aber zumindest 2-3 Kämpfen erfordern eine angepasste Vorbereitung. Außerdem gibts gleich zu Anfang eine schöne Massenschlacht, mit Unterstützung auf der eigenen Seite, man fühlt sich mal richtig schön mittendrin, statt dass man immer nur allein das Problem lösen muss. Muss man danach zwar doch, aber immerhin.


Klingt gut? Hier kommen die negativen Aspekte:

  • Ich hatte in BG noch nie dermaßen viele WTF-Momente. Das fängt an bei mehrfachen Brüchen der Spielwelt (Gespräche über Stufen, ausloggen, etc), geht über völlig abstruse, ingame nicht begründete Beschränkungen (Rückteleport, wenn man anfangs eine bestimmte Linie überschreitet), und endet bei merkwürdigem Verhalten einiger Personen (wenn nicht eh schon außerhalb der Spielwelt), zum Beispiel greifen einen manche Personen an, obwohl das nicht gerade rational sind, während andere die das sollten einen mit dem HC heben und abziehen.
  • Die Sprache... Ich ziehe deswegen keine Punkte ab, es ist toll, dass sehr viel vertont wurde! Leider hörbar österreichisch, was inbesondere bei der Göttin Mystra .. umpf. dazu kommt, dass es zwar motiviert gelesen, aber teilweise doch spürbar gelesen wurde.
  • Bewegung: Der Modautor scheint eine Phobie gegen die Weltkarte zu haben, ständig wird man herumteleportiert, oder benutzt Portale. Das stört manchmal rollenspielerisch, wäre aber noch nicht tragisch. Was mich aber dann schon deutlich gestört hat: Es gibt an mehreren Stellen kein zurück. Gleich am Anfang wenn man beginnt, kommt man erst wieder nach Athkatla (und in alle anderen Gebiete) zurück, wenn man den Mod beendet hat. Wenn man den Mod beendet hat, kann man alle seine Gebiete nie wieder betreten. Und während dem Verlauf gibt es eine Stelle, nach deren passieren man die ersten beiden Karten auch schon nicht mehr betreten kann.


Tja, was bleibt mir damit für ein Fazit: Obwohl ich so viele positive Dinge aufgezählt habe, blieb bei mir ein insgesamt übler Eindruck. Ich weiß inzwischen, dass der Mod seinen Anfang als persönliches Geschenk nahm, so dass manche Dialoge und Personen darauf abgestimmt sind. Dennoch muss ich an dieser Stelle zwei Wertungen vergeben.


Für Rollenspieler: 2/10. Die Hauptquest ist zwar gut, aber die Stimmung in einer fremden Welt zu sein wird so oft und dermaßen gründlich versaut, dass jeder Gedanke, sich als Held in Faerun zu bewegen völlig zerstört wird.

Für Andere: 9/10. Damit meine ich Leute, die diesen Spielwelt durchbrechenden Humor gut finden, oder sich damit abfinden können, weil sie dafür ordentlich Erfahrung und die anderen oben genannten Dinge bekommen

Verwandte Links

Meine Werkzeuge